Dampfreiniger im Test: Dirt Devil von Aquaclean

Erfahrungen mit dem Dampfreiniger Dirt Devil von Aquaclean

Für was braucht man einen Dampfreiniger, was kann man davon erwarten und warum ich die Finger von Kärchern lasse?

Dampfreiniger werden als Wundermittel gegen jeglichen Dreck angepriesen. Oft sind Leute mit solchen Erwartungen dann aber enttäuscht.
Ich schraubte meine Erwartungen vorweg etwas zurück und wollte den Dampfreiniger auch nur für sporadische und gezielte Verwendung anschaffen.
Etwas vorweg gesagt, ist dies auch die richtige Einstellung um später zufrieden damit zu sein ;-)


Wenn man nach Dampfreiniger sucht, stösst man sicher zuerst auf die gelben Dinger von Kärcher. Ich schaute mir auch einige Erfahrungsberichte zu Kärchern an, sah aber nicht nur positives dabei. Dies hängt wohl wiederum oft mit den übertriebenen und falschen Erwartungen der Käufer zusammen.

Ein Dampfreiniger ist nicht die Eierlegende Wollmilchsau, sondern nur eine (für viele Dinge) praktische Ergänzung.


Also kurz: Von der Marke Kärcher halte ich persönlich nicht allzu viel. Ich besitze einen Industriesauger von Kärcher und der ist nicht so solid wie eigentlich erwartet und enttäuschte mich.
Der Schlauch war schon nach relativ kurzer Zeit rissig. So etwas erlebte ich noch bei keinem Staubsauger! Die Verschlüsse am Oberteil öffnen sich manchmal ungewollt und der Sauger fällt auseinander. Eine Meisterleistung der zuständigen Konstrukteure!
Eine Halterung für das Zubehör ist ebenfalls abgebrochen. Robust wäre anders!
Meiner Erfahrung und Ansicht nach, lebt Kärcher vor allem von der gelben Farbe ihrer Produkte. Das hat sich in die Köpfe der Leute gefressen und alles was gelb ist, soll ja auch Qualität bedeuten, ist ja eigentlich eine «Industrie»-Farbe.
Aber Achtung - das ist natürlich alles Quatsch! Und die Konkurrenz schläft auch nicht, gibt sich vielleicht sogar mehr Mühe im Vergleich zu den grossen Multis!


Kärcher sind also eher zu teuer (wegen der gelben Farbe), haben wenig Zubehör dabei (alles muss separat nachgekauft werden) und die Leute von Kärcher haben bis heute nicht begriffen, dass 4m Anschlusskabel mindesten ein bis zwei Meter zu wenig sind!
Aber wenn die schon beim Anschlusskabel sparen...??? Für mich genug Argumente, nicht mehr bei Kärcher einzukaufen.
Wer trotzdem lieber einen Kärcher anschaffen will, wird hier fündig






Ausserdem wollte ich für ein Produkt, welches ich nur gezielt und sporadisch einsetze, erstmal nicht zuviel Geld ausgeben.
Der Dirt Devil von Aquaclean für knapp 100€ schien mir ein gutes Preis / Leistungsverhältnis zu haben. Für diesen Preis kriegt man wohl kaum Vergleichbares.

Als ich ihn bekam und auspackte, überraschte mich das vielfältige Zubehör. Alles davon brauch ich eigentlich gar nicht.
Die Fertigungsqualität scheint mir ebenfalls gut zu sein. Keine billigen Teile, alles solid und wertig erscheinend, durchdachte Konstruktion, wie bsw. die Aufbewahrung des Zubehörs in den seitlichen Fächern.
Ebenfalls lassen sich die Teile leicht zusammen stecken und einrasten.
Die Kabellänge stimmt (6m), es reicht für einen grossen Raum oder zwei Kleinere ohne ständig die Steckdose zu wechseln.







Nach Befüllen mit Wasser (1l - Tank) und Einschalten dauert es max. fünf bis sechs Minuten und der Aquaclean ist einsatzbereit.
Der Dampreiniger verfügt noch über einen kleinen 0,25l Tank, welcher bei Bedarf zusätzlich mit Desinfektionsmittel gefüllt werden kann. Das kann machen wer will, ich selber verzichte darauf.
Das Gerät ist insgesamt sehr handlich und transportabel.

Achtung: Ich benütze den Dampfreiniger nur mit der Jetdüse und Bürsten-Aufsätzen. Den Boden putze ich wie bis anhin mit dem Wischmop, weil dies schneller geht und auch keine Energie verbraucht.
Evt. würde ich hier den Dampfreiniger aber ebenfalls gezielt einsetzen, falls Bedarf bestände.


Nach aufleuchten der grünen Bereitschaftslampe gab der Aquaclean bei Betätigung des Griffteiles sofort kräftig Dampf ab. 
Vorsicht hierbei, der Dampf ist verdammt heiss. Ich begab mich in's Bad und versuchte mich an Stellen, wo man normalerweise schlecht hinkommt.
Der Dampf war immer sofort da, ohne dabei Wasser zu «verpisseln». Bei dieser Anwendung, wie ich ihn hier benutze, ist der Dampfweg auch ziemlich kurz und direkt.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei Einsatz einer Bodenbürste mit den Verlängerungsrohren etwas Dampf in den Rohren kondensiert und dann halt unten Wasser heraus läuft. Aber dies wäre sicher auch bei anderen Dampfreinigern der Fall. Physik kann man eben nicht aushebeln!


Danach bekam ich so richtig Spass und wechselte meinen Standort in die Küche. Der Backofen musste nun daran glauben. Backblech und Rost waren schon lange fällig. Da hatte sich wieder einiges daran eingebrannt!
Vom Backblech löste sich etwa 80% des schon arg verkrusteten Schmutzes durch den heissen Dampf. Den Rest musste ich manuell mit Stahlwatte weg polieren. Allerdings half auch hier etwas heisser Dampf und Einwirkzeit, den Vorgang zu beschleunigen.
Da ich schon dabei war, reinigte ich damit auch meine Bratpfanne, welche schon richtig versaut aussah. Auch hier löste sich der Grossteil des eingebrannten Schmutzes. Hand anlegen mit Stahlwatte-Pads bleibt einem aber nie erspart.







Überrascht war ich auch, wie lange eine Tankfüllung reicht. Als der Tank langsam leer wurde, war ich eigentlich durch mit meinem Test-Einsatz. Ich glaube, dass ich fast eine 3/4 Stunde herum dampfte.
Mein erstes Fazit ist überaus positiv! Fenster reinigen damit, mache ich erst im Frühling. Bei Kälte ist mir dies zu riskant, man müsste die Scheiben vorsichtig und mit grösserem Abstand vorheizen, sonst könnten sie zerspringen.
Ich glaube aber nicht, dass man mit dem Dampfreiniger insgesamt schneller ist. Man kann damit aber besser die Fälze und Ecken reinigen.


Fazit: Heisser Dampf ist sicher eine gute Sache, da er Keime vernichtet und fettige Rückstände gut löst.
Ich überlege mir mittlerweile noch andere Einsatzgebiete, bleibe aber bei gezieltem Einsatz. Es wird mir sicher noch einiges einfallen bsw. das Fahrrad damit zu reinigen.
Für 
 jeden Scheiss den Dampfreiniger in Betrieb zu setzen ist weder bequem noch ökologisch. Beim Gross-Putztag aber sicher angebracht!

Für gezielten Einsatz an unzugänglichen Stellen ist dieser Dampfreiniger sehr empfehlenswert.

Dieser Erfahrungsbericht stellt, wie immer, meine persönliche Meinung und individuelle Erfahrung mit einem Produkt dar, welches ich selber benutze und mit dem ich auch zufrieden bin. 

Pipe-Lamps

Mein Versuch, aus Alltäglichem eine Lampe zu bauen. Abwasser-Rohre aus dem Baumarkt, LEDs und passende Kühler, das ist alles was man benötigt. Eventuell findet man auch einen alten CPU-Kühler?

Die 10W-LED samt ihrem Kühlkörper passt gut in ein dickes Rohr. Das Rohr wird mit einem Abschluss-Deckel ergänzt, an dem auch der LED-Treiber befestigt wird.
Der Knick von 45° passt ideal für eine zielgerichtete Ausleuchtung.






Um solche Rohre zu lackieren, braucht es einen entsprechenden Primer. Ansonsten würde der Lack nicht haften und wieder abblättern.
Die kleineren Rohre wurden als Steh-Variante ausgeführt. Damit sie nicht umfallen, weil etwas kopflastig durch den schweren Kühler, musste der Boden beschwert werden (Bleigewicht o.ä).
Mit zwei roten und einer blauen LED bestückt, als Ambiente- oder Pflanzen-Beleuchtung mit den daraus resultierenden markanten Farbsäumen an der Wand.






Die Decken-Lampe beleuchtet nun schon seit über drei Jahren einen Teil des Flurs und den Treppen-Aufgang.




Aetzküvette bauen

Wer selber Leiterplatten herstellt, braucht eine Aetzkuvette. Zwar hatte ich meine schon vor einigen Jahren gebaut, leider war sie aber nun leider plötzlich undicht geworden.
Als Perfektionist klebt man natürlich alles neu zusammen. Man kann solche Küvetten auch kaufen, solche aus Acryl und reichlich überteuert. Ein Plastik-Behälter aus dem Küchenbereich wäre eine einfache Lösung. Allerdings findet man diese kaum in der geeigneten Grösse. Meine Küvette wurde für einen Inhalt von ca. einem Liter bemessen. Sind die Behälter grösser als notwendig, muss man entsprechend mehr Chemie auffüllen und auch mehr davon erhitzen. Beides erspart man sich mit der geeigneten Grösse, daher ein Selbstbau.


Die Heizung kann aus dem Aquarienbereich stammen. Meistens heizen diese nur bis unter 30°. Entfernt man den Anschlag, so ein Plastik-Dingens, geht es locker bis 50°. Die Heizung sollte natürlich genug eingetaucht sein, da sonst das Glas berstet! Mindestens der Heiz-Wendel muss völlig eingetaucht bleiben.
Am besten geht man zu einem Glaser und lässt sich aus Rest-Abfall-Stücken die Scheiben zuschneiden. Kommt billiger, als wenn man selber mit dem Glasschneider übt. Zumindest machte ich selber damit nie gute Erfahrungen. Ausserdem findet man solches 8mm-(Panzer)-Glas nicht im Baumarkt. Es sollte schon stabiles, dickeres Glas sein.





Ich wählte einen Marken-Aquarien-Silikon zum Verkleben. Nicht weil dieser für Fische verträglich ist (solche kommen ja nicht in die Küvette), sondern weil für das Kleben von Glaskonstruktionen besser geeignet als Sanitär-Silikon.

Damit die ganze Sache gut verklebt werden konnte, nahm ich einige Holzklötze zu Hilfe, welche entsprechend mit Heisskleber fixiert wurden und die Glas-Stücke stützten und in Position hielten, bis der Silikon gehärtet war.

Elektronische Last - Stromsenke

Bau einer modularen elektronischen Last

Für was braucht man denn das? Beispielweise kann man damit Netzteile und Akkus jeglicher Art belasten und prüfen. 
Passende Leistungswiderstände hat man nicht immer zur Hand. Mit einer Stromsenke kann die Belastung stufenlos eingestellt werden.






Gut geeignet ist die Last auch um Akkus und Batterien zu testen. Die Last zieht einen einstellbaren und konstanten Strom über den gesamten Test-Zeitraum, unabhängig von der Batteriespannung. Akkus können auf diese Weise selektiert und nach ihren Leistungsdaten gruppiert werden. So verringert sich die Gefahr erheblich, dass einzelne schlechte Zellen die anderen «guten» Zellen in Mitleidenschaft ziehen und die ganze Stromversorgung  zusammenbricht.
Meine Last kann eine Leistung von 100W «verbraten». Ich belastete damit einen 12V-Bleiakku sogar mit 10A, also 120W. Dann muss man allerdings die Temperatur im Auge behalten. Wenn man grössere Kühlkörper montiert, kann
die Leistung noch gesteigert werden. Für die meisten Zwecke ist 100W jedoch mehr als ausreichend.





Die Last ist modular aufgebaut, weil es sinnvoll ist, die Verlustleistung auf mehrere MOS-FET zu verteilen und weil ich einfach Bock darauf hatte. Ein Master-Modul gibt die Steuerspannung weiter an das zweite Modul (den Slave). Wer unter 50W bleibt, kann sich mit einem Modul begnügen. Prinzipiell können noch weitere Module angeschlossen werden. Lüfter sind unbedingt zu empfehlen.

Eingebaut habe ich das Ganze in ein selbstgebautes Gehäuse aus Holz, Pertinax und etwas von diesem sportiven Alu-Lochblech. Schwarz lackiert sieht es doch gar nicht schlecht aus. So ein massgeschneidertes Gehäuse passt immer und ist billiger als ein gekauftes.

Mit dem verwendeten 10-Gang-Poti kann man den Strom wesentlich feinfühliger einstellen.



Timer für Auto-Radio

Radio hören im Auto ohne die Zündung einzuschalten und automatische Abschaltung des Radios nach eingestellter Zeit.

Kürzlich leistete ich mir mal wieder ein neues Autoradio, um unterwegs DAB+ Empfang geniessen zu können. Mein altes Blaupunkt Milano ist wirklich schon älter, funktioniert aber immer noch tadellos. 
Nach dem Einbau stellte ich sogleich fest, dass das neue Gerät nur über die eingeschaltene Zündung betrieben werden kann. Selber finde ich das ziemlich doof, möchte ich auch Radio hören können, wenn kein Autoschlüssel steckt!
Mein altes Blaupunkt war diesbezüglich genial: Es schaltete sich über die Zündung ein und aus, konnte aber auch manuell eingeschalten werden, ohne dass der Zündschlüssel steckt! Es hatte sogar einen eingebauten Timer. Nach einer Stunde schaltete es sich automatisch aus, wollte man weiterhören, musste man es einfach nochmals einschalten, für eine weitere Stunde Hörgenuss usw. So hätte auch Vergesslichkeit keine Konsequenzen gehabt.
So viel überlegen sich andere Hersteller von Auto-Radios scheinbar nicht! Was nun?
Man könnte zwar den Steuereingang (Zündungsplus) des Radios direkt mit Batterie-Plus verbinden, müsste dann aber das Radio generell manuell ein- und ausschalten. Das wäre auch wieder umständlich.
So kam der Gedanke, selber einen kleinen Timer zu bauen, der den Steuereingang des Radios eine gewisse Zeit an Plus legt, wenn die Zündung aus ist.
Dies könnte man einfach realisieren. Aber wieso umständlich selber bauen, wenn es die kleine Schaltung fertig zu kaufen gibt, nicht einmal teuer.
Bei ELV fand ich schnell das Gewünschte. Sparsamer Ausschalttimer AT2 nennt sich die kleine vorfabrizierte SMD-Schaltung. Einlöten muss man lediglich noch einen Jumper und den Taster, was eine Sache von Sekunden ist. Die zahlreichen Kleinschaltungen von ELV sind wirklich durchdacht, universell einsetzbar und folglich empfehlenswert. Wenn man für wenige Euros eine sicher funktionierende Schaltung, fertig aufgebaut erhält, verzichte ich gerne auf zeitaufwendiges Basteln. Insofern ging es mir hier nicht um den Bastel-Spass, sondern es musste schnell eine Lösung her!
Der Timer bietet wahlweise eine Einstellung von 8 bis 40s oder 8 bis 40min an. Man könnte den Timer also auch für viele andere Anwendungen einsetzen.

Der Steuerausgang verkraftet einen maximalen Strom von 250mA, was hier kein Problem ist, da faktisch kein Strom in der Steuer-Leitung fliesst. Der Eigenverbrauch des Timers tendiert dank CMOS-Technik gegen Null, so dass man diesen direkt ab Batterie versorgen kann.


Verkabelung meines Sleep-Timers

Ich schaltete die Stromversorgung des Timers zusätzlich über einen Doppel-Switch mit, wobei man sich dies eigentlich sparen kann. Der Timer verbraucht wirklich nur einige Mikro-Ampere, wenn er nicht aktiv ist.





Das Problem war einzig, alles in meinem kleinen Gehäuse einzubauen. Es wurde wieder mal etwas eng! Nun gut, man könnte ein Grösseres nehmen, aber winzig hat halt etwas.
Die Schottky-Diode ist eine reine Schutzvorkehrung, um allenfalls eine rückwärtige Einspeisung zur Zündung hin zu verhindern. Das könnte durch eine falsche Verkabelung geschehen und würde somit durch die Diode verhindert. Nützt es nichts, schadet es auch nicht! Eine zusätzliche LED am Schaltausgang des Timers zeigt dessen Zustand optisch an und ist hilfreich.

Bei mir läuft der Timer resp. das Radio nach einem kurzen Druck auf den Taster etwa 45 Minuten. Drückt man den Taster etwas länger, ist der Timer dauernd ein. Mit einem kurzen Druck kann man ihn auch jederzeit wieder ausschalten.
Vielleicht animiert dieser Artikel zum Nachbau? Rückmeldungen sind Willkommen.

China-Schrottiges: Batman on the wall

Die Auto-Freaks werden sie kennen, diese Door-Lights, welche beim Öffnen der Türe, Logos an den Boden projizieren. Eigentlich nur ein kleiner Scheinwerfer mit einem Gobo. Das gibt es auch in grösser und wird in Discotheken oder auch für Hinweise in Warenhäusern verwendet.
Da mir Automarken mehr oder weniger schnuppe sind und ich Fledermäuse mag, 
wählte ich ein Batman-Logo. Viel mehr Auswahl gab es leider nicht.
Nachdem ich das Ding geliefert bekam, wurde es gleich mal mit Spannung versorgt.
Aha, nicht schlecht. Sieht natürlich schon cool aus, wenn man die Autotüre öffnet und man von so einem Flattermann am Boden begrüsst wird. Voraussetzung ist natürlich, dass es genug Dunkel ist.

Ich liess das Ding einige Minuten eingeschalten, als es plötzlich etwas verbrannt roch. Mit Schrecken wurde festgestellt, dass der dicke Knubbel im Kabel wahnsinnig heiss wurde, gefühlte 70° mindestens! Hätte ich es nicht bemerkt, wäre wohl noch was angekockelt auf meinem Tisch.



Eigentlich hatte ich vom Chinesen ja nichts anderes erwartet, als dass vermutlich nur ein ordinärer Vorwiderstand eingebaut ist. Das ist sicher die billigste Methode, aber auch eine ziemlich schlechte. Im allerschlimmsten Fall könnte sogar noch ein Brand entstehen!
Ich öffnete also diesen Knubbel mit dem Schleifer und entdeckte tatsächlich zwei 30 Ohm Widerstände, welche in Reihe verschaltet waren.





Da ich noch diverse LED-Driver vorrätig habe, suchte ich mal einen passenden raus. Der war zwar für eine 3W-LED berechnet, aber durch Ersetzen eines kleinen SMD-Widerstandes wurde der Strom an eine 1W-LED angepasst, welche hier wohl verwendet wird.

Den Driver legte ich zum Schutz in einen PET-Flaschen-Verschluss (fand gerade nichts anderes) und verglubberte alles mit Heisskleber.
Heiss wird nun nichts mehr und ich kann das Ding an eine beliebigen Spannung zwischen 5V und 30V betreiben. Bau ich wohl mal in mein Auto ein, bei Gelegenheit.





Natürlich konnte ich nicht anders und musste so ein Ding weiter aufschrauben ;-) Die LED mit Aufdruck Cree (Original?) ist dürftig verdrahtet und liegt nur am geschraubten Deckel an. Na ja, Door-Lights sind ja immer nur relativ kurz eingeschalten, ausser man vergisst die Türe zu schliessen ;-)
Ausserdem finden sich noch mehrere Linsen. Plastik-Linsen natürlich, aber immerhin. Im mittleren (schwarzen) Teil befindet sich das kleine Gobo-Sujet.






Nachtrag: Wer nun glaubt, er könne dieses Bat-Light auch im Dauereinsatz an die Wand projizieren, den muss ich leider enttäuschen. Die Dinger sind von Grottenschlechter China-Qualität und das Gobo verliert bei längerer Betriebszeit plötzlich seine gelbe Farbe! Vermutlich bleicht es durch die Hitze-Strahlung aus.
Alternativ müsste man nun eine farbige LED einsetzen, um weiter etwas Farbe zu sehen. Vielleicht sähe es mit Rot auch gut aus? Immerhin etwas individueller.



Vor- und Nachher! Nach einigen Stunden
Betrieb fehlt plötzlich die gelbe Farbe!


Allround-Lötstation

Eine gute Lötstation ist für den ambitionierten Elektroniker eine Notwendigkeit. Mit billigen Teilen ärgert man sich früher oder später nur rum. Deshalb rate ich auch ab, von diesen 60€-Stationen aus China.
Allerdings hat nicht jeder ein Budget um sich eine ultimative Industrie-Station zu leisten. Ich habe noch eine alte Weller-Station aus den 70er-Jahren. Unverwüstlich und robust! Damals baute man noch Qualität, welche für Jahrzehnte dienen kann!

Eine moderne Station verfügt aber über nette Features wie Temperatur-Anzeige, verschiedene Temperaturen abspeicherbar usw.
Ausserdem sind die Lötkolben handlicher geworden. Kein Wunder, wurden ja auch die Bauteile immer winziger. Also musste ich mir auch einmal Gedanken machen, eine Neue anzuschaffen.





Die hier vorgestellte Ersa-Lötstation i-CON Pico verwende ich seit zwei, drei Jahren und bin eigentlich sehr zufrieden damit. 

  • der Lötgriffel ist sehr leicht und handlich
  • die Lötspitze ist in wenigen Sekunden auf Temperatur
  • gute Leistung 150°-450°, 80W. Jedenfalls kam ich selber nie an eine Grenze, wo Löten nicht mehr ging.
  • die Temperatur kann natürlich eingestellt werden, auch verschiedene Energiestufen (Nachregel-Verhalten)
  • es sind drei Speicherplätze für unterschiedliche Einstellungen vorhanden
  • die Station regelt nach einer eingestellten Zeit hinunter. Das spart Strom, schont die Lötspitze und reduziert die Brandgefahr bei Vergessen des Abschaltens!
  • grosses Angebot an diversen Lötspitzen für jeden Einsatz und gute, langlebige Qualität der Spitzen
  • Sehr kompakt, findet auf jedem Tisch Platz

Die Einstellungen lassen sich über ein Software-Tool von Ersa bestimmen, werden dann auf eine Mikro-SD-Karte gespeichert und diese zum Übertragen kurz in die Station gesteckt. Das scheint etwas umständlich, ist es aber nicht. Einmal alles festgelegt und übertragen, reicht es dann auch meistens für immer. Ich habe danach nie mehr was geändert.


Die Standby-Funktion finde ich absolut top, da ich schon x-mal vergas die Station abzuschalten. Die Station regelt bei Inaktivität nach eingestellter Zeit auf eine, ebenfalls einstellbare Temperatur hinunter.
Ich schraubte diese gleich auf 60° hinunter, damit auch die Brandgefahr kein Thema ist.
Ein kurzer Druck auf eine Taste und die Station ist innert Sekunden wieder auf Soll-Temperatur.

Der Lötspitzenwechsel gelingt auch bei heissem Kolben. Allerdings sollte man die Station für den Spitzenwechsel schon kurz abschalten.

Negativ-Punkte, welche man jedoch beheben kann:
  • Der beiliegende Kolbenhalter der Pico ist irgendwie Schrott. Der Lötkolben sitzt meistens nicht fest und berührt die Metall-Spirale. Diesen Halter kann man sich sparen! Besser kauft man sich gleich den Hochwertigeren im Zubehör mit oder die teurere iCON-Nano, wo dieser schon beiliegt.
  • Die Lötspitzen werden mittels Rändelschrauben befestigt, welche über eine etwas filigrane Halter-Hülse verfügen. Ich glaube, dass es nicht gedacht ist, die Spitzen ständig aus dieser Hülse zu entfernen.
    Daher empfehle ich, für jede Lötspitze eine eigene Rändelschraube zu besorgen und die Spitzen in diesen eingesetzt zu lassen. So kann man die Spitzen auch schneller wechseln. Auch sollte man mindestens einen Ersatz-Rändel haben. 

Der beiliegende Ständer ist eher suboptimal

Die bessere Wahl ist dieser Ständer aus dem
Ersa-Zubehör. Mit vier verschiedenen
Lötspitzen komme ich gut klar.

Rändelschraube mit Lötspitze und Halter

Fazit: Ich habe den Kauf dieser Station noch nie bereut und kann sie uneingeschränkt weiter empfehlen.