3D-Drucker - Neue Lüfter-Lösung am Hot-End

Nachdem ich nun ja schon einige Dinge am Drucker modifiziert habe, komme ich endlich zu diesem wichtigen Punkt, dem Hotend-Lüfter. Es nervte vor allem auch immer wieder gewaltig, dass man wegen dem originalen Lüfter-«Kasten», überhaupt nicht oder zumindest eingeschränkt auf die Nozzle sah. 


Die Nozzle versteckt sich im Original-Zustand

Das verwendete Design sieht man häufig und es existieren etliche unterschiedliche Modelle, welche sich sehr ähnlich sehen. Ich entschied mich für dieses Modell, weil es für einen ruhigen 50mm-Lüfter ausgelegt wurde. Wiederum verwendete ich den bekannten Noiseblocker XS2 Einen sehr ruhigen Lüfter und nicht so einen lauten Turbo-Heuler Made in China, wie man ihn bei ähnlichen Modellen häufig eingebaut sieht. Das war auch der Grund, warum ich dieses Modell verwende.
Die Luft wird nun exakt an die richtige Stelle geblasen. Auch der vordere Lüfter ist mit der neuen Halterung optimaler positioniert, bläst nur an den Kühlkörper und nicht noch unnötigerweise an den Heizblock, wie im Original-Verbau.


Der vordere Lüfter leitet die Kühlluft nun direkt
an den Kühler.


Noctua-40mm - Lüfter

Ich verwendete Crimp-Stecker, damit ich die Lüfter notfalls problemlos ersetzen kann.
Gedruckt habe ich das Ganze mit PETG, ein sehr zähes und stabiles Material. PLA ist aber auch okay.


Oben wurde der Noiseblocker XS2 eingesetzt und
mit etwas Heisskleber fixiert.

Wie man in den nächsten Bildern sieht, hat man nun auch beste Sicht auf die Nozzle, was doch gewaltige Vorteile verschafft. Man kann so auch besser eingreifen, falls mal ein Klumpen Filament an der Nozzle kleben bleibt und den weiteren Druck zu ruinieren scheint.






3D-Drucker Einhausung Part 3: Filamentrollen-Halter


Der dem CR-10 mitgelieferte Filamentrollen-Halter ist nicht gerade die Super-Lösung. Nun existieren zwar auf Thingiverse viele unterschiedliche Designs von passenden Haltern, jedoch fand ich trotzdem lange nichts geeignetes.
Es gibt viele Designs mit neuen Rollen, welche über die alte geschoben werden und zwei passenden konischen Muttern dazu. Man muss hier aber aufpassen, da die Original-Rollen des CR-10 offensichtlich nicht immer denselben Durchmesser haben!
Andere Designs sind relativ aufwendig zum Drucken, haben eine lange Druckzeit.
Ich denke, zwei Kugellager müssen da unbedingt dabei sein. Nur so läuft es absolut smooth. Ergo fand ich trotzdem ein Design, welches diese Anforderungen erfüllt. 




Zwei Muttern mit Kugellager auf einer M8-Gewindestange, dazu noch eine Arretierung, was braucht es mehr? Ist ausserdem schneller gedruckt als ein Design mit neuer Rolle.

Da mein Rollen-Halter aber eine andere Ausrichtung hat, seitlich am Gehäuse montiert werden soll, kann ich dafür den Haltearm des Originals verwenden.
Um nun die Gewindestange an diesem Halter zu befestigen, brauchte es zusätzlich zwei Teile.
Ich druckte deshalb passende Quick-and-Dirty-Entwurf-Teile aus, wo jeweils eine M8-Mutter eingepresst wird. Mit diesen wird die Stange am Haltearm fixiert und gekontert. Alles gut nun...





Das Ding dreht sich nun leicht und
ohne eiern...!
War's das nun? Nein!
Die Praxis hat wieder einmal neue Erkenntnisse gebracht und die bisherige Theorie auf den Haufen geworfen!
Der kleine Klemmteil könnte außerdem etwas verbessert werden, da er in meinem Fall nicht so überzeugend klemmt. Notfalls noch eine Wäscheklammer dahinter, um ihn am Wegrutschen zu hindern.
Nun stellte ich jedoch fest, dass es nicht von Vorteil ist, wenn sich die Rolle zu leicht bewegt. Durch die ruckelnden Bewegungen des Feeders, welche sich auf die Rolle übertragen, dreht sich diese manchmal zu viel mit. 
Dadurch bilden sich schnell mal grössere, aufgelockerte Windungen auf der Rolle, welche zuerst herunterhängen und irgendwann seitlich von der Rolle rutschen können.
Wenn dies passiert, kann sich das Filament verheddern und schlussendlich klemmt alles!



Verschiedene «Bremsen»-Varianten

Also sollte die Rolle doch besser mit etwas Reibung gebremst werden. Vorerst half ein Stück Schaumstoff, welches die Rolle seitlich leicht berührt. Später montierte ich eine alte Zahnbürste. Ich hoffe, die Eigendynamik der Rolle nun im Griff zu haben.

Die coolste Uhr aber...

Bei Banggood kann man diese Digital-Clocks als Bausatz bestellen. 

Einfach nach Geekcreit® DIY 6 Digit LED Large Screen Two-Color Digital Tube Desktop Clock Kit Touch Control suchen.




Die Uhr finde ich cool und funktionell, ist aber nicht für Jedermann geeignet!
Die verwendeten SMD-Bauteile sind von der kleinsten Sorte und vor allem sind etliche LED zu löten, daneben ein programmierter Controller, ein Real Time Clock IC und einige wenige Bauteile mehr.
Die Platine ist von guter Qualität, ebenfalls sind die Plexi-Scheiben sauber verarbeitet und beidseitig mit Schutz-Folien versehen. Eine Bauanleitung kann man dazu downloaden. Die ist recht gut gestaltet, sogar mit einigen Fotos.

Was überhaupt nicht gut ist: Die SMD-Teile und Schrauben und andere Bauteile werden in einem einzigen kleinen Beutel verpackt geliefert! Vor allem der Controller liegt da ungeschützt zwischen den Muttern und Schrauben!



Alles in einen Beutel geworfen...!

Der eine Controller war leicht lädiert, resp.
zwei Pins etwas verbogen

Nach erstem Einschalten funktionierte die Uhr rudimentär. Selbst der Profi musste zwei, drei Lötstellen nachlöten, dann sah es besser aus. Jedoch war sie absolut ungenau. Nach einer Stunde Betrieb schummelte sie bereits einige Minuten dazu, was natürlich so unbrauchbar ist. Was nun?

Ein Quarz wurde versuchsweise und ohne grosse Erwartungen ersetzt, brachte aber nichts. Da käme wohl schon eher das Clock-IC in Frage, musste ich aber zuerst welche bestellen.
Mittlerweile beschwerte ich mich schon mal bei Banggood und bekam später prompt die Antwort, dass mir gratis ein weiterer Bausatz geliefert wird :-) Daher habe ich nun zwei dieser Clocks :-)
Ich empfehle sowieso gleich zwei davon zu bestellen. So bringt man sicher wenigstens eine davon zum Funktionieren. 


Als ich die DS1307 erhielt, wurde gleich eines auf der Platine ersetzt und siehe da, die Uhr war plötzlich auf Sekunden genau! Vorausschauend hatte ich gleich zwei solche IC bestellt. Auch bei der zweiten Uhr war dasselbe Problem vorhanden.
Irgendwie seltsam, da zumindest dieses kleine IC im Blister-Reel verpackt geliefert wurde. Also wieso ausgerechnet die fehlerhaft waren, ist mir ein Rätsel? Trotzdem besser, als wenn der programmierte Controller irgend einen Schaden hat. Ohne den Controller wäre die ganze Arbeit vergebens und so ein Bausatz lötet man nicht in fünf Minuten zusammen.


Von den LED liegen zwei, drei mehr dabei - höchstens. Aber viel Luft hat man nicht, wenn etwas schief gehen sollte. Also wirklich besser gleich Zwei für Eine bestellen.


Schick...und jederzeit gut ablesbar
Die Uhr zeigt abwechselnd die Zeit, Datum, Wochentag und Temperatur an. Man kann sie über zwei Touch-Buttons auf der Rückseite einstellen. Es sind diverse unterschiedliche Animationen einstellbar, von der einfachen Wechsel-Anzeige bis zum Links-nach-Rechts-Scrollen usw. Auf der Rückseite fadet eine RGB-LED und erzeugt ein angenehmes Background-Licht in verschiedenen Farben, die Geschwindigkeit ist in drei Stufen einstellbar. Ausserdem blinkt diese LED zu jeder vollen Stunde einige male.
Die kleinen Balken oben und unten wechseln im Sekundentakt zum Nächsten. Auch hier können verschiedene Animationen gewählt werden.
Ach ja, versorgt wird sie über 5V, mittels eines USB-Kabels mit Mini-USB-Stecker (beiliegend). So kann sie also auch direkt an einer USB-Schnittstelle betrieben werden. Dank einer Knopfzelle (nicht im Lieferumfang dabei) bleiben die Einstellungen auch im stromlosen Zustand gespeichert.
Ebenfalls vorhanden ist ein Buzzer, falls man einen Alarm einstellen und hören möchte.
Ein Mikrofon dient wohl zum Steuern der Uhr per Klatsch-Befehle, wenn man es aktiviert. Das Display ist dann dunkel und wird bei Klatschen einige Sekunden lang eingeschalten.

Die Uhr kann man aufstellen. Für einen sicheren Stand wären aber kleine Füsse besser. Ich habe mir schnell welche entworfen und gedruckt, aber man kann sich hier sicher auch anders behelfen, je nach dem, wie man die Uhr aufstellen möchte.

3D-Drucker-Einhausung Part 2

Mittlerweile ist die Behausung für den Drucker ziemlich vollendet und wurde bereits getestet. In der Frontklappe setzte ich ein Stück Bastlerglas ein. Die Klappe hält sich an einem Magneten und wird unten zusätzlich durch eine Leiste abgestützt.
Dieses dünne Glas zu verschrauben ist irgenwie doof, da es durch leichte Verwindung des Rahmens zu Ausbrüchen kommen kann. Ich verklebte es mal an den Rändern, wobei das auch nicht ganz optimal war oder einfach nur der falsche Kleber.
Am besten nimmt man Silikon, wenn man hat :-( Egal, vorläufig geht es so.





Damit der Lüfter nicht unnötig Wärme nach Draussen schaufelt, wenn man bsw. noch am Einrichten ist oder einfach nur am Drucker herum wurschtelt, kann man Beleuchtung und Ventilator separat einschalten. Wo Schalter sind, macht sich schnell ein kleines Plastikgehäuse bezahlt. 



Im Gehäuse entsteht nun ein leichter Unterdruck, was man am Durchführungs-Schlitz für das Filament gut feststellen kann. Ein kleines Stück Papier darüber gelegt, wird vom Unterdruck gehalten. So findet die Dreck-Luft nur noch den Weg über den Abluft-Schlauch.



Da war noch das Problem mit dem Schlauch nach Draussen führen? Im Sommer sicher kein Problem aber in der kalten Jahreszeit möchte man vermutlich nicht stundenlang ein Fenster oder eine Türe offen lassen.
In meinem Fall ist es eine Türe, gleich einen Meter neben dem Drucker. Ich kaufte mir eine dieser gelben Dämmungs- oder Isolier-Platten, machte daraus entsprechende Zuschnitte, welche einfach den Spalt zwischen Türe und Türrahmen abdecken. Oben kamen auch Zuschnitte dazwischen und unter der Türe noch ein Streifen und alles ist abgedichtet. Ein Türkeil hält die Türe in Position und diese Isolierung sozusagen eingeklemmt.
Das alles war in zehn Minuten gemacht und zu meinem Erstaunen äusserst wirksam. Man spürt nirgends kalte Luft einströmen. Natürlich wird die vom Drucker erzeugte Abwärme (Druckbett) nun teilweise direkt nach draussen befördert, aber nur zusammen mit den unbekannten Feinstäuben und das ist ja Sinn und Zweck des Ganzen. Gesundheit geht vor!




Als nächster Punkt soll endlich eine gescheite Halterung für die Filament-Spule gefertigt werden...

3D-Drucker-Einhausung Part I

Beim Drucken entstehen bei der Erhitzung des Filaments offenbar Feinstäube, die nicht unbedingt gesund sein sollen. Wer mehr wissen will, googelt einfach mal danach. Wer stinkiges ABS druckt, brauch eh eine gute Lüftung.
Solche Sachen kann man ignorieren und nicht allzu ernst nehmen. Vielleicht ist ja alles wieder mal nicht so schlimm, etwas übertrieben oder wie auch immer.
Vielleicht bestätigt sich aber in einigen Jahren, dass alles noch viel schlimmer ist, wer weiss?
Nun gut, was man vermeiden kann, muss man ja nicht unbedingt einatmen. Die Luft draussen ist ja auch nicht überall reinste Bergluft.


Ergo habe ich beschlossen, eine Behausung um den Drucker herum zu bauen. Insbesondere weil meiner in meinem Arbeitszimmer steht, wo ich mich auch viel aufhalte.
Geplant wurde mit Sketchup. Immer gut, da man sich so nicht mit den Massen vertut. Das Holz, Sperrholz Fichte, lies ich mir im Baumarkt zuschneiden. Es ist zu meinem Standard-Holz für Konstruktionen geworden, relativ stabil und einigermassen günstig.
Vorgängig hatte ich mir jedoch zuerst ein Podest gebaut, wo die Elektronik-Box darunter verstaut wird.
Das hat zwei Gründe:


  • Erstens muss diese Box nicht mit in die Einhausung, weil sie nicht zusätzlich aufgeheizt werden soll. Auf der Seite des Podestes habe ich sogar einige Öffnungen raus geschnitten, um die Ventilation seitlich nicht zu behindern.
  • Zweitens reichen so die Original-Kabel von der Länge her, bis zu den Schritt-Motoren. Der Kabelstrang wird direkt durch eine Aussparung nach oben zum Drucker geführt. 

Es gibt zwar Verlängerungen für diesen Kabelstrang zu kaufen, aber es geht auch so und mit den Verlängerungen wären sie eher wieder viel zu lang.


Blick von Vorne. Die Front-Abdeckung ist
noch in Planung. Da der CR-10 ein grosser
Printer ist, fällt auch die Behausung
entsprechend aus.


Vorne kommt eine abnehmbare Front aus Holz und Plexi hin. Die Einhausung muss nicht absolut dicht sein, etwas Luft gelangt von Unten durch die Ritzen und Spalten. Aber der Lüfter erzeugt mit Leichtigkeit einen leichten Unterdruck im Gehäuse, so dass die «Dreck»-Luft den kürzesten Weg durch den Schlauch nimmt und den Abflug macht.
Leider kann und will ich keinen Mauer-Durchbruch herstellen, muss den Schlauch wohl durch den Türspalt oder ein leicht geöffnetes Fenster nach Aussen hängen. Aber da wird mir auch noch eine Lösung einfallen, damit nicht die ganze Wohnungswärme in den kalten Winter draussen entflieht. 

Oben kommt wie gesagt ein 120 mm-Lüfter hin. Als Übergang zum 100 mm-Lüftungsschlauch musste ein entsprechender Adapter hergestellt werden.


Blöderweise hatte ich das Loch für den Lüfter fälschlich auf 100 mm bemessen und ausgeschnitten, also musste nochmals die Stichsäge ran. Das Lüftungsgitter kann man als Schablone zum Anzeichnen nehmen.



Mit dem Schlauch daran, sieht es dann so aus...



Der Lüfter hat eingebaute Beleuchtung. Nicht unbedingt notwendig aber ich hatte halt noch so einen und ein bisschen Show darf sein :-)




to be continued.....





Dünne Litzen einfach verbinden

Litzen sollte man nie mittels Löten verbinden, weiss zumindest der Fachmann. So eine Verbindung kann bei mechanischer Belastung oder Bewegung schnell mal brechen!
Aber jeder hat es wohl doch schon gemacht, gelötet und alles mit Schrumpfschlauch überzogen - basta! Klar, in vielen Fällen mag diese Art der Litzen-Zusammenfügung auch praktikabel sein.






Obwohl es diese Scotchlok-Verbinder sicher schon ne ganze Weile gibt, bin ich erst kürzlich darauf aufmerksam geworden. Bei meiner Aktion, dem Lüftertausch am 3D-Drucker, lagen sogar welche davon beim Noctua-Lüfter dabei. Also offensichtlich eine fachgerechte Verbindung für solche Anwendungen.
Und ja, ich muss sagen, ich bin begeistert von diesen Scotchlok! Für sehr dünne Litzen wären andere Quetschverbinder schlicht zu gross, daher unbrauchbar. Hier sind aber genau die Scotchlok die richtige Wahl.
Beide Litzen-Enden müssen nur in den Scotchlok eingeschoben werden, ganz bis nach vorne. Man kann dies kontrollieren, weil sie ja durchsichtig sind. Danach presst man mit einer kleinen Flachzange einfach den runden Teil bündig ein - fertig.
Ich war zuerst misstrauisch und machte mal eine Probe-Verbindung mit zwei entsprechenden Litzen. Rupfte und zupfte an den Litzen herum, bei angeschlossenem Durchgangs-Prüfer. Der Kontakt war jederzeit einwandfrei.

Solche Verbindungen sind äusserst praktisch bei beengenden Verhältnissen, wo man kaum mit den Händen rein kommt und die Litzen vielleicht auch noch relativ kurz sind, so dass es nochmals schwieriger wird, daran zu arbeiten.
Man nehme ein Scotchlok, Litzen rein und pressen - fertig!
Es gibt unterschiedliche Varianten davon, so auch Fett-gefüllte, welche keine Feuchtigkeit hinein lassen sollen, oder auch welche für zwei bis drei Leiter.


Wieso diese Dinger übrigens Scotchlok heissen, ist mir ein Rätsel. Mit Whiskey haben sie wohl nichts gemeinsam...

Lüfter-Lärm am 3D-Drucker Creality CR-10 vermindern

Seit einiger Zeit besitze ich einen 3D-Drucker, den Creality CR-10. Wie so die Regel, fängt man gleich damit an, den Drucker zu modifizieren. Die ersten Druckteile sind für den Drucker bestimmt.

Es gibt da natürlich unglaublich viele Möglichkeiten. Am besten geht man nicht zu forsch vor und erarbeitet sich zuerst eine gewisse Erfahrung mit dem Drucker.
Die zahlreichen Lüfter des Druckers können schnell mal nerven. Als Ersatz-Lüfter werden meisten die von Noctua empfohlen, da wohl irgendwie trendy bei den PC-Moddern. Nun ja, es gibt auch von Noiseblocker oder anderen Herstellern leise Lüfter, welche sicher noch etwas günstiger zu bekommen sind.
Grundsätzlich überlegen sich wohl die Wenigsten, was hier eigentlich gekühlt werden muss und ob die Lüfter dafür ausreichen. Dazu müsste man die Temperatur der Kühlkörper während dem Betrieb beobachten, was etwas schwierig ist.
Das Netzteil verfügt über einen eigenen Lüfter, welcher geregelt wird. Bei Voll-Last dreht er zwischendurch mal auf.
Schlussendlich übersah ich in meinem vorauseilenden Eifer, dass der meiste Lärm eigentlich von diesem kleinen Lüfter, vorne am Hot-End kommt. Also vielleicht sollte man erstmal diesen kleinen 40x40mm Lüfter ersetzen und sich dann erst die Lüfter in der E-Box vornehmen, wenn denn der Lärm immer noch als arg störend empfunden wird. Der Hot-End-Lüfter übertönt nun mal alle anderen ziemlich penetrant!


In der Elektronikbox ersetzte ich den mittleren Lüfter durch einen Noiseblocker 50x50x10 mm, ich empfehle den XS2, weil etwas mehr Luftstrom erzeugend, baute vorerst aber den XS1 ein, da ich nur diesen zur Verfügung hatte. Na ja, der Unterschied ist nicht so gewaltig.


Hinten im Gehäuse ersetzen einige den 40mm Lüfter durch einen Noctua NF-A4X10, ob FLX oder PWM-Variante spielt hier keine Rolle, da man eh nur die 12V-Ader und die Ground-Ader verwendet. Alle Lüfter sind prinzipiell für 12V ausgelegt!
Der Luftstrom am Austritt ist damit jedoch kaum wahrnehmbar. So entschied ich mich für eine andere Variante.
Den kleinen 40mm-Noctua verwende ich nun für's Hot-End, da passt er besser. In der E-Box baute ich einen grösseren 60mm-Noctua ein. Der schaufelt bedeutend mehr Luft heraus als der Kleine, so viel dürfte klar sein.
Dazu muss man aber erst eine entsprechende Reduzierung ausdrucken, von 60mm auf 40mm.
Nun kommt eben der schöne Teil, man findet auf Thingiverse sicher schon ein passendes Modell. Ich druckte diesen Adapter aus, der passt einwandfrei.
Zwei Teile...warum? Weil man sonst den hinteren kleinen Teil schwer verschrauben könnte. Der vordere Teil mit dem 60mm-Lüfter wird danach einfach in den hinteren Teil gesteckt. 
Der Konstrukteur dieses Adapters hat gut überlegt. Einzig andere Schrauben muss man noch in entsprechender Länge besorgen. Selber benötigte ich vier Stück M3, ca. 24mm lang. Kann jedoch sein, dass nicht jede Box dieselben Verschraubungen besitzt, also zuerst prüfen!
Damit der vordere Teil gut in den hinteren Einsatz flutscht, kann man ihn noch mit etwas Vaselin einschmieren.
Die Lüftungs-Schlitze an der Rückseite sind eher eine Luftbremse! Ich entfernte diesen Teil spontan mit dem Seitenschneider - völlig überflüssig! Einzig wenn jemand befürchtet, sein Hamster krieche durch diese Öffnung in die Box hinein, soll er dieses Gitter so belassen.
Bei längerem Betrieb spürt man den warmen Luftstrom hinten am Gehäuse, nun sehr gut. Der 60mm-Lüfter zieht die Luft über die kleinen Kühler auf dem Board, unterstützt von dem 50mm-Lüfter, der zusätzlich auf die Kühler bläst.




Der Lüfter wird mit beigelegten Dämpfungs-
Gummis  am vorderen Adapter-Teil  befestigt





Wieso Noctua-Lüfter etwas teurer sind, liegt wohl auch an der aufwendigen Verpackung. Ziemlich übertrieben für ein kleines Lüfterchen! Das müsste definitiv nicht sein, landet schliesslich alles nur in der Tonne.

Die Anschlüsse der alten Lüfter zwickt man an geeigneter Stelle ab und verbindet sie mit den Anschlüssen der neuen Lüfter. Am Einfachsten und professionell geht das mit den 3M-Scotchlok-Verbinder (0,4 - 0,9 mm2). Bei dem kleinen Noctua lagen sogar schon vier Stück dabei.
Diese Verbinder sind äusserst praktisch, sicher und besonders bei engen Verhältnissen lassen sich die Leiter schnell und einfach verbinden. Eine kleine Flachzange reicht als Werkzeug. Abisolieren muss man die Litzen nicht, nur in den Scotchlok stecken.

Zum Öffnen der Box ENTFERNT MAN NATÜRLICH ZUERST DAS NETZKABEL, schraubt den Boden weg, löst die vier Schrauben seitlich, mit denen das Netzteil verschraubt ist und kippt das Netzteil vorsichtig seitlich heraus. Hinten kommt man etwas schlecht an die Schrauben des kleinen Lüfters. Eine Flexwelle für den Schrauber ist da von Vorteil.

Hier meine Materialliste dazu: Bitte Beachten: bei allen Lüftern die 12V-Variante wählen! Es gibt dieselben Lüfter auch für 5V

- Adapter ausdrucken 60 auf 40mm
- Schrauben für den Adapter M3 ca. 24mm lang besorgen

- Noctua NF-A6x25 Lüfter (Box hinten)
- Noiseblocker Black Silent XS2 50mm!  (Box Mitte)
- Noctua NF-A4X10 oder einen 40mm-Noiseblocker für das Hotend (frontseitiger Lüfter)

- 3M Scotchlok, oder analog fricklige und unsichere Bastler-Lösung-Verbindung
- den Lüfter vom Netzteil lasse ich vorerst unangetastet. Ein 60x60x15mm    sollte von den Abmessungen her passen.


Den kleinen 40mm-Noctua montierte ich, wie bereits erwähnt, vorne an das Hotend.
Hier montierte ich eine lösbare Steckverbindung, um den Lüfter notfalls leicht wieder zu entfernen oder auszutauschen. Künftig werden am Hotend wohl noch diverse Modifikationen anstehen, deshalb die Steckerlösung. Solche kleine Stecker findet man im Modellbau-Handel, braucht dann aber auch eine entsprechende Crimp-Zange.
Der infernalische Lärm des Original-Lüfters ist nun also Geschichte.



Alter Lüfter - gelb ist +12V

Neuer Lüfter montiert - still und leise!
Die Geräuschkulisse wird nun lediglich noch vom Netzteil-Lüfter dominiert, wenn dieser bei Voll-Last ab und zu aufdreht. Für mich gibt es im Moment aber keine weitere Notwendigkeit, diesen auch noch zu ersetzen. Die aktuelle Lautstärke empfinde ich nicht mehr als störend.